
Phyllium siccifolium - wandelndes Blatt
Phyllium siccifolium - wandelndes Blatt
Phyllium siccifolium hat ihr Verbreitungsgebiet auf den Philippinen und Malaysia, aber auch China und Indien. Erstmalig beschrieben wurde diese Art von LINNÈ im Jahr 1758.
Aussehen:
Männchen dieser Art erreichen eine Körpergröße von ca. 5cm, während die Weibchen mit einer Körpergröße von 7-8cm deutlich größer erscheinen. Auch hier fallen die Männchen mit ihrem eher schlanken Körperbau und nach der Imaginalhäutung mit ausgeprägten Flügeln auf.
Männchen besitzen ein schmales, langgezogenes Abdomen mit voll ausgebildeten Flügeln. Sie sind sehr gute, wendige Flieger mit langen behaarten Fühlern.
Die Weibchen hingegen besitzen ein auffällig breites Abdomen, das eher an eine Blattform erinnert. Sie sind wesentlich schwerer als die Männchen und haben eher kurze Flügel. Durch ihre Körperfülle können sie nicht fliegen. Die Lebenserwartung von Phyllium siccifolium beträgt bei Männchen etwa 5 - 6 Monate und bei Weibchen ca. 11-12 Monate mit insgesamt 6 (Männchen) und 8 (Weibchen) Häutungen.
Die Färbung der Weibchen reicht von hellgrün bis dunkel gelb/bräunlich, Männchen sind eher hell bis dunkelgrün. Je nach Qualität der Futterpflanzen variiert die Färbung der Tiere.
Haltung:
Da Phyllium siccifolium nicht aggressiv sind können sie in kleineren Gruppen gehalten werden. Auch hier sollte das Terrarium ausreichend Platz bieten. Die Tiere sind sehr bewegungsfreudig, man sollte also nicht am Platz sparen. Bei Gefahr ahmen Phyllium siccifolium Blätter im Wind nach und rennen los, bzw. schaukeln.
Das Terrarium sollte ab 3-4 Paaren mindestens 30×30x40cm groß sein. Ich halte mehrere Weibchen und Männchen in einem 50×50x60cm Terrarium ohne Probleme. Der Bodengrund besteht bei uns aus Humus, Torf und Sandgemisch. Dieser hält die Luftfeuchtigkeit besonders gut, erschwert allerdings das absammeln von Eiern.
Eine Beleuchtung ist bei ausreichendem Tageslicht nicht erforderlich und sollte ca. 12 Stunden betragen. Wir halten unsere Phyllium siccifolium bei Raumtemperatur problemlos. Die Temperaturen sollten tagsüber 22-26Grad und in der Nacht 20-22 Grad betragen.
Durch kräftiges sprühen am Abend erreichen wir eine Luftfeuchtigkeit von tagsüber 60-80% und Nachts 70-90%.
Als Einrichtung eigenen sich Rindenstücke, Äste, Zweige, Blätter, Blüten. Da die Futterpflanzen in ausreichender dichte im Terrarium stehen verzichten wir allerdings auf zusätzliche Einrichtung.
Futter:
Als Futterpflanzen eigenen sich in erster Linie Brombeer und Himbeerblätter, aber auch Eichenblätter werden genommen. Frisch geschlüpfte Larven können Brombeerblätter verschmähen, man sollte hier also vorwiegend Eichenblätter füttern. Brombeerblätter haben den Vorteil, das sie ganzjährig zu finden sind. Im Winter sammel ich diese im Wald, da sie dort geschützt weiter wachsen.
Vergesellschaftung:
Eine Vergesellschaftung mit anderen Arten ist nicht ratsam, da die Tiere häufig mit Pflanzen verwechselt und angeknabbert werden.
Häutung:
Die Häutung findet in regelmäßigen Abständen statt und wie wir beobachten konnten erfolgt sie immer kopfüber.